80 Tore sieht man nicht oft in einem Handballspiel. Am Samstag hatten in Hirschberg beide Defensivreihen nicht ihren besten Tag erwischt und es offenbarten sich immer wieder große Lücken die, die Angreifer dankend annahmen. S3L Handball bot dem Tabellenführer der Oberliga lange die Stirn, musste sich dann aber aufgrund einer Schwächephase zwischen Minuten 48 und 54 am Ende geschlagen geben. Der Sieg der SGHH ging in Ordnung fiel aber ein paar Tore zu hoch aus. Zunächst deute nichts auf ein Spiel hin, bei dem die Treffer im Sekundentakt fallen sollten. Es waren 10. Minuten gespielt als Tobias Büttel für die Gastgeber zum 4:2 einnetzte. Doch dann nahm die Partie Fahrt auf. Die Gäste erzielten die 6:8 (13.) Führung, doch die hatte nicht lange bestand. Beim 15:12 (23.) durch Youngster Niklas Funk schien S3L auf einem guten Weg. Doch eine doppelte Unterzahl nutzen die Gäste, um dranzubleiben. Beim Halbzeitstand von 20:19 war alles offen.
Ab dem 24:22 (36.) übernahm Heidelsheim/Helmsheim die Partie, konnte sich aber dank der Treffsicherheit von Tobias Büttel und Jonathan Scholz nicht wirklich absetzen. Beide Seiten bekamen keinen Zugriff mehr und die Treffer fielen nun im Sekundentakt. Als Moritz Ullrich mit einem schönen Treffer das 32:32 (48.) erzielte schien alles auf eine spannende Schlussphase zuzusteuern. Doch dann erlaubte sich S3L eine 6-Minütige „Auszeit“ mit Fehlwürfen und technischen Fehlern, die der Tabellenführer eiskalt zum 32:38 (54.) nutzte. Das Spiel war entschieden, schade für das junge Team von S3L, denn bis dahin war man absolut ebenbürtig und hätte Punkte verdient gehabt. Die SGHH spielte die letzten Minuten souverän herunter und feierte den sechsten Sieg im sechsten Spiel der noch jungen Saison.
S3L II steht mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Rang fünf und fährt am kommenden Samstag zur SG Schozach/Bottwartal. Ein Team das nach einem eher schwächeren Saisonbeginn mit zuletzt zwei Siegen in Folge sein Punktekonto ebenfalls ausgeglichen hat. Klar ist das man die Defensive wieder in den Griff bekommen muss, denn mit 43 Gegentreffern gewinnt man, in der Regel, kein Handballspiel.
S3L: Schlafmann, Manneh; Lachnitt, Anschütz (2), Ullrich (3), Knaus J. (4), Funk (3), Spilger (6/2), Knaus L. (3), Tabai, Heckmann, Schuster, Kehrer Treceno, Scholz (7), Grössl, Büttel (9/1)
Zuschauer: 150